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> Traumberuf Altenpflege: So viel mehr als ein sicheres Einkommen

Die Liebe zu einem ganz besonderen Beruf ist das verbindende Element der zwölf angehenden Pflegerinnen und Pfleger im DRK-Seniorenheim Wehringhausen. Außerhalb dieser Gemeinsamkeit sind die Azubis in dem 124-Betten-Haus eher eine sympathisch bunte Truppe. Fünf Männer und sieben Frauen im Alter von 17 bis 30, mit den unterschiedlichsten biographischen und auch ethnischen Hintergründen lernen in dem Heim in der Lange Straße Seite an Seite ihren Traumberuf.


Ric Sepenou war längst etabliert, als er feststellte, dass ihn die Arbeit als Zerspanungstechniker nicht erfüllt. Der 30-Jährige mit afrikanischem Migrationshintergrund wollte näher am Menschen sein und beschloss nach sechsjähriger Berufstätigkeit neu durchzustarten. Nun absolviert er sein zweites Jahr in der Ausbildung zum examinierten Altenpfleger, beherrscht grundpflegerische Arbeiten, ermittelt Vitalwerte und erlernt die Behandlungspflege in Begleitung examinierter Kolleginnen und Kollegen. Im seinem dritten Jahr wird Ric Sepenou alle Tätigkeiten eines Altenpflegers selbständig ausführen können. „Meine Fähigkeiten und mein Einfühlungsvermögen sind wichtig für die Menschen hier“, schildert der 30-jährige Azubi. „Und das motiviert mich jeden Tag aufs Neue“.
Ein Gefühl, das Aleyna Görmez teilt. Die 17-jährige Kollegin von Ric Sepenou ist stolz auf ihre Entscheidung, die schon lange feststand, bevor sie ihre Ausbildung in dem DRK-Seniorenheim begann. Bereits als 13-Jährige pflegte Aleyna ihren querschnittgelähmten Onkel und erkannte, dass „wir alle im Alter Hilfe benötigen“. Seitdem ist Aleyna klar, dass sie Menschen unterstützen möchten, die es alleine nicht mehr schaffen. „Am schönsten ist dabei die Dankbarkeit. Das ist so wertvoll für mich“, sagt die 17-jährige Auszubildende.
Viele Menschen kommen erst nach beruflichen Umwegen in die Altenpflege. Das habe auch mit dem schlechten Image der Arbeit zu tun, berichten die Auszubildenden, die mit entsprechenden Vorurteilen in ihrem Freundeskreis konfrontiert werden. Dabei sei der Beruf nicht nur menschlich erfüllend, sondern vielseitig und hochprofessionell, erklären die angehenden Pflegerinnen und Pfleger.
Und die Schattenseiten? Die gebe es natürlich auch, sagt Azubi Marco Trummer. Dazu zählten vor allem die seelischen Belastungen, etwa, wenn ein liebgewonnener Bewohner stirbt. Denn selbstverständlich gehört der Tod zur Arbeit in der Altenpflege. Deshalb ist der Umgang damit auch Teil der theoretischen Unterrichtseinheiten. Die wichtigste Unterstützung jedoch finden Marco und seine Kollegen im Team. „Wir teilen dieselben Erlebnisse und Gefühle. Das stärkt ungemein „, sagt Marco. Denn letztlich hat sie alle auch dieselbe Motivation in diesen besonderen Beruf geführt. Nämlich die Freude an der Nähe zum Menschen, die Freude über Dankbarkeit und die Lust, mit einem professionellen Background in einem Beruf voller Sinnhaftigkeit zu wirken. Und das ist noch so viel mehr als die Aussicht auf ein sicheres Einkommen.