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DRK-Kreisverband Hagen e.V.

Lange Str. 9-11
58089 Hagen

Tel. 02331 34567
Fax 02331 958966

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> Schutz-Visiere aus der Macher-Szene: Tüftlergeist gegen Corona

Ihr Tüftlergeist ist eine wertvolle Hilfe in Corona-Zeiten: Die über die Online-Plattform „Maker vs. Virus“ organisierten Bastler, Erfinder, Techniker und Do-it-yourself-Pioniere stellen mit ihren privaten 3D-Druckern dringend benötigte Schutzmaterialien für medizinische und pflegerische Einrichtungen her. Davon profitieren nun auch die Altenpflege-Angebote des DRK-Kreisverbandes Hagen: Sie erhalten in Eigenproduktion gefertigte Face Shields, also Gesichtsschutz-Visiere für das Personal in Pflege- und Rettungsdiensten. Das Feedback der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll den Machern helfen, die kostenlos verteilten Produkte weiter zu verbessern.


Der Physik-Professor Dirk Berben von der Fachhochschule Südwestfalen und Marco Beeken, Professor für Chemie-Didaktik an der Universität Osnabrück, unterstützen das Projekt, indem sie die Macher miteinander vernetzen und die Kommunikation mit medizinischem bzw. pflegerischem Fachpersonal herstellen.

Sie überreichten jetzt zunächst 15 Visiere an den DRK-Kreisverband Hagen. Hier kommen die Schutzmaterialien in den verschiedenen Einrichtungen der Altenhilfe und im Rettungs- bzw. Sanitätsdienst zum Einsatz. Sie könnten sich zum Beispiel als sehr nützlich erweisen, weil auch stark demenziell veränderte Bewohner ihre Pflegerinnen und Pfleger leichter wiedererkennen, wenn diese keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen müssen. Schwerhörige könnten besser von den Lippen ablesen und Mitarbeiter mit Atemproblemen Entlastung erfahren.

Welche Vor- und Nachteile die Anwender beim DRK auch immer feststellen – alle Ergebnisse werden an die Macher zurückgemeldet, damit sie die Produkte stetig optimieren können. DRK-Vorstandssprecher Udo Stroh etwa kann sich gut vorstellen, dass die Visiere im Rettungsdienst eine wichtige Rolle spielen könnten: „Wir sind sehr gespannt auf die Erfahrungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und freuen uns, zur Produktentwicklung beitragen zu können.“

 

Bildzeile (v.l.n.r.): Professor Marco Beeken, Professor Dirk Berben, wissenschaftliche Mitarbeiterin Svenja Meyer, DRK-Vorständin Nehle Keweloh und DRK-Vorstandssprecher Udo Stroh