X

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen.
Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

DRK-Kreisverband Hagen e.V.

Lange Str. 9-11
58089 Hagen

Tel. 02331 34567
Fax 02331 958966

kontakt@drk-hagen.de

x

> Ambulante Pflege seit 13 Jahren: Hauptsache zuhause

Frau O. ist körperlich schwer beeinträchtigt. Anziehen, kochen, einkaufen oder einfach mal vor die Haustür gehen: All das kann sie alleine nicht mehr leisten. Trotzdem lebt die 87-Jährige in ihren eigenen vertrauten vier Wänden und möchte das so lange nur irgend möglich aufrecht erhalten.


Zwei Mal täglich fährt die Mitarbeiterin von der Ambulanten Pflege des DRK-Kreisverbandes Hagen in die N****straße, um Frau O. zu versorgen. Ohne die medizinische und grundpflegerische Betreuung würde die 87-Jährige nicht in ihrer gepflegten, liebgewonnenen Wohnung bleiben können. Hinzu kommen regelmäßige Hilfen im Haushalt sowie ein Hausnotrufgerät, das der betagten Hagenerin ständig verfügbare Sicherheit im Fall der Fälle garantiert.
Bereits seit 2005 ist Frau O. auf Hilfe von außen angewiesen. Damals hatte die ehemalige Fernmeldeamtsmitarbeiterin gerade ein künstliches Handgelenk bekommen. Über die Jahre folgten Rheuma, Herzinfarkt und eine voranschreitende Sehstörung, die ihre Alltagskompetenzen mehr und mehr einschränkten. Dabei hat sie glücklicherweise einen stets wachen Geist behalten und immer das genossen, was möglich war. Dazu zählte etwa ihre Mitgliedschaft im Kirchenchor St. Elisabeth, dessen Liedgut Frau O. auswendig beherrschte – inklusive der lateinischen Texte. Heute, da die Teilnahme nicht mehr möglich ist, sucht die 87-Jährige den Genuss ersatzweise in Fernsehübertragungen katholischer Messen.
Das ist für eine Frau, die in ihrem Leben allein 18 Mal Hawaii besucht hat, natürlich wenig. Trotzdem weiß Frau O. zu schätzen, dass sie weiterhin zuhause lebt. Ein Zuhause in einem ebenso tadellosen und würdevollen Zustand wie ihre tägliche Garderobe und Frisur. Noch vor zwei oder Jahrzehnten hätte ein Mensch wie Frau O. wahrscheinlich längst in einem Pflegeheim gelebt. Ambulante Dienste gab es kaum, und nur wenige Angehörige trauten sich die Betreuung pflegebedürftiger Familienmitglieder ohne die inzwischen mögliche professionelle Hilfe zu. Heute sorgt ein immer engmaschiger werdendes Netz aus verschiedenen nicht-stationären Pflegeangeboten dafür, dass auch Menschen mit massiven, vor allem altersbedingten, Handicaps in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Dazu gehören auch die komplementären Dienste wie Hausnotruf, die Kurzzeit- oder Tagespflege.
Nachdem Frau O. dank der ambulanten Pflege, der hauswirtschaftlichen Hilfe und des Hausnotrufs seit fast dreizehn trotz Pflegebedürftigkeit eigenständig bleibt, möchte sie demnächst ein weiteres Angebot des Deutschen Roten Kreuzes wahrnehmen: das Essen auf Rädern. „Bisher kocht meine Freundin Marlies für mich“, erzählt Frau O. „Aber wenn das nicht mehr geht, nehme ich das Essen auf Rädern. Hauptsache, ich kann weiter hier leben.“